Landpartie

Burg Adendorf

Was macht das Leben so interessant? Kontraste und Unterschiede. Samstag noch hier und Sonntag schon dort. Kurzurlaub ist auch zuhause möglich, wenn das Wetter stimmt. Mit sonniger Energie getankt treibt es uns raus. Sonntag war ich auf der Burg Adendorf. Eine der vielen Wasserburgen die es in unseren Breitengraden gibt. Manche Burgen (Satzvey) sind sehr engagiert und über die Landesgrenzen bekannt, andere nicht weniger schön sind mit dem Besuch einiger weniger Fahrradfahrer zufrieden.

Was rund um Burgen möglich ist, dass zeigen Freiherrin und Freiherr von Loé zum wiederholten mal in den letzten Mai Tagen vor Pfingsten. Den Termin halte ich aufgrund es Wetters sehr mutig, aber dieses Jahr hätte es sonniger nicht fallen können. Daher ist die angestrebte Besucherzahl von 30.000 zahlenden Gästen ganz und gar nicht überheblich.

Weit im voraus wurde mit harmonischer Werbung auf den Termin hingewiesen und zwar in der gleichen zurückhaltenden Ruhe wie sie auch vor Ort zu entdecken war. Milde rose´ Töne und edles Gold.

Übersichtlich ist das Gelände nicht. Bewusst verwinkelt gestaltet wird jedes Fläckchen auf und um der Wasserburg genutzt.

Angebot

Das Angebot war so verschieden wie die Gäste „eine besondere Auswahl der ländlichen Lebensart“. Über 100 Aussteller mischten modernes wie kunstvolle Vogelhäuser mit traditionellem oder antiken. Kulinarisches wie Wein, Käse, Pesto und Pasten warne ebenso zu finden wie Pflanzen für die private Flora und Fauna.  Mich hat sicherlich nicht alles, aber ich würde lügen, wenn nicht ein zwei-drei Dinge mein Interesse geweckt hätten. Meine Intention war es zu flanieren. Bei der schmalen Gratwanderung zwischen Stilecht und Chinaantikimport bedarf prüfender Blicke.

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(Antikes aus Silber)

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(Käse aus dem europäischen Umfeld)


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(eine Fahrradmanufaktur)

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(Antipasti, Wein, Waffeln und Säfte)

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(Wein von der Ahr)

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(Sterneküche von Hans-Stefan Steinhauers)

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Füllhorn der schönen Dinge

Alles im allen eine interessante Zusammenstellung. Der Eintritt von 12,50 € ist eine erste Selektion des Publikums, dass aber doch gemischter war als ich zunächst dachte. Der Preis ist für einen schönen Sonntag gerechtfertigt. Kinder bis 16 Jahre haben freien Eintritt. Ich fand es ganz interessant und für das gesamte Gelände braucht es mindesten anderthalb Stunden. Von Gewürzen, Literatur, Textilien und Floristik haben vor allem die weiblichen Gäste sehr viel zu sehen. Aber Oldtimer und Käse verführen auch das maskuline Geschlecht. Hüte sind nicht tot, ich kennen nun auch einen Ort an dem Sie getragen werden. Dank des Wetters hatten die Sandalensocken Saisonauftakt. Getränke und Speißen gab es zu durschnittlichen Preisen z.B. Kaffee für 2€ eine Waffel mit Sahne 2,50€ mit Erdbeeren entsprechend mehr. Bodenständig Boheme.

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