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6 E-COMMERCE FEHLER DIE OUT OF THE BOX VERMIEDEN WERDEN SOLLTEN #WEBSHOP #FAILS #PAYMENT

INTRO

Neue Webshops, ob sinnvoll oder nicht, poppen gerade auf. Hier gibt es viele Möglichkeiten, die schnell einen eigenen Shop ermöglichen. Bekannte Standards sind Woocommerce, Shopify, Shopware oder integrierte Shopsystem direkt vom Hoster. Ein guter Shop ist wie eine gute Kaffeemaschine. Läuft, braucht Wartung, sorgt für Umsatz und macht Spaß.

Die Tipps gelten technologieunabhängig und helfen Euch. Vermeidet Webshopfails.

I – GUTSCHEIN CHECK-OUT AUSBAUEN

Die wichtigste Frage vorab: habt ihr Gutscheine? Wollt ihr Gutscheine? Früher musste man hier viel programmieren, jetzt haben fast alle Systeme Gutscheinmodule automatisch dabei.
Tipp: Deaktiviert Gutscheine, wenn ihr diese nicht massig einsetzen wollt.
Grund: Erscheint ein Gutscheinmodul im Checkout, verlässt der Gast Eure Seite, googelt nach <Shopname> + Gutschein und möchte noch den Rabatt. Entweder ihr verliert den Kunden komplett, da er jetzt weitersurft, statt kauft oder der Kunde denkt, dass er nicht den besten Preis bekommen hat. Kunde = unglücklich.

Alternative: Sinnvoller ist es gezielt Preise in der Auftragsbearbeitung zu senken und hier einzelne Kunden, wie Familie und Freunde, zu rabattieren. Bei Großen Shopsystemen dann besser den Gutschein am Anfang abfragen, z.B. bei der Adresseingabe, nicht an der letzten Kauf- und Entscheidungsstufe.

II – KEIN WILLKOMMENS RABATTBANNER

Kunden haben Euch gezielt angesteuert und sind schon da. Ein zusätzlicher Rabatt erzieht den Kunden falsch und verlängert bzw. erschwert den Check-Out. Der Kaufabschluss sollte immer so schnell wie möglich sein.

Ein Banner, oder wie dieser im Marketingsprech heißt, „Störer“ hilft nicht, sondern unterbricht die Aufmerksamkeit. Wenn es keine wirklich wichtige Nachricht gibt, sollten Banner und Pop-Ups vermieden werden, um die Aufmerksamkeit nicht zu verlieren und die beste Bedienbarkeit der Seite sicherzustellen.

Alternative: Simple Surf. Weglassen und die Kommunikation dahin legen, wo der Kunde Zeit hat. Zum Beispiel in die Mails.

III – PAYMENT – LESS STRESS

Out-of-the Box, oder durch Plugins, liefern die großen Systeme, wie auch die Zahlungsanbieter Plugins, Schnittstellen und APIs.

Weil alles kann und alles möglich ist, darf es nicht ungestetet sein. Lieber eine Zahlungsart weniger und auf die aktuell wichtigen konzentrieren, als einen Zahlungsweg der nicht getestet wurde. Zahlung heißt Vertrauen und Weiterleitung sensibler Daten. Es soll Shops geben, die im Livecheckout noch gegen Sandboxdienste arbeiten (z.B. Testsysteme von Paypal oder Klarna). Ein No-Go.

Selbst DHL hat, Stand September 2020, Paypalbuttons überall, aber die Zahlart fehlt dann im Check-Out. Hier verliert man Kunden und Vertrauen.

Alternative:

(1) Biete die wichtigsten, „state of the art“ Zahlungen an und teste diese.
(2) Häufig gibt es Überschneidungen (z.B. Ratenzahlung bei Klarna und Paypal). Ein Anbieter für einen Option. Weniger Optionen = schneller Checkout.
(3) Tipp: kurzzeitig digitale 0,01 Centprodukte aktivieren und Freunde (Dritte) testen lassen. Die Transaktionskosten, auch für Livetests, sind verschwindet gering.

IV – STANDARDTEXTE & MAILS

Die Transaktionsmails (Auftragsbestätigung, Versand, Rechnung) sollten keine falschen Templates, Rechtschreibefehler oder falsche Kontaktdaten enthalten. Das sind die wichtigsten Dokumente. Wenn hier Fehler sind, stechen diese noch mehr ins Auge, als auf der Webseite selbst.

Hier gute Texte und wichtige Angaben zu haben ist Gold wert.

Alternative: Ein Lektor hinzuziehen und sich Gedanken über eine gute Ansprache der Zielgruppe machen.

Burnhard, aus dem Springlange-Universum, hat hier eine gute Sprache, regionalen Bezug und alle wichtigen Informationen zusammengefasst.
100 Punkte.

IV RAUS MIT DEN STERNEN

Bewertungen sind das wichtigste Gut. Bewertung machen in der Vergleichbarkeit den Unterschied. Eine neue Seite ohne Bewertungen oder gar Fake-Fünf-Sternen sind noch schlechter und schaffen eine schlechte Reputation. Lieber Bewertungen, wie eine Pflanze, gießen, sähen und dann anzeigen, wenn diese Mehrwert für die Kunden bringen.

Alternative: Bewertungen so lange nicht anzeigen, bis eine sinnvolle und gute Größe erreicht ist. Standard = aus.
Lieber Bewertungen im Nachgang einsammeln und dann anzeigen, wenn es sinnvoll ist.

V – STANDARDSEITEN & TEXTE DEAKTIVIEREN

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Wer mit dem Chrome und F12 surft kann zügig herausfinden, mit welcher Software Ihr unterwegs seid und ambitionierte kennen die Standardseiten. Zusätzlich schaden diese Seiten mit Blindtexten bei der Suchmaschinenoptimierung. Alles was doppelt im Netz ist und nicht individuell wird von Google abgestraft.

Alternative: Alle Seiten die nicht genutzt werden direkt deaktivieren und eine saubere 404 Seite oder 301 Weiterleitung aufbauen, um die Standardseiten an einem Ort einzufangen.

VI – TECHNIKENTSCHEIDUNG VOR CONTENT

Die Legacy, die Art der Software und die Funktionen sind wichtig. Fakt ist, je später ein System geändert werden muss, desto aufwendiger und teurer wird es. Zunächst sollte das System sauber installiert sein und dann erst mit der Produkt- und Contentpflege begonnen werden. Später nochmals Links von http auf https umzubauen kostet Zeit, Aufwand und Ranking. Software auswählen, sicher machen und hochpatchen.

Alternative – diese Checkliste prüfen, System abnehmen und dann mit den Inhalten beginnen.

  • passt die Software und Plattform?
    • SaaS oder Hosting
    • Massenshop – CSV möglich?
    • Boutiqueshop – Blog möglich?
    • alle Erweiterungen, Integrationen und Funktionen möglich/vorhanden und kompatibel – bestehende Rechnungssoftware,
  • passt der Vertrag?
    • Anzahl der Produkte
    • Zahlungsdetails
    • Kosten, einmalig oder fix
    • Support möglich oder einkaufbar
  • ist die letzte Version der Software installiert
  • ist der Shop sicher? Sind Zertifikate installiert
  • hat der Admin den Shop freigegeben bzw. sind alle empfohlenen Einrichtungsschritte abgeschlossen

Links und weitere Infos:

Kennt ihr noch mehr Webshopfails?

Beste Grüße, Mario

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