Geschäftsmodelle von übermorgen

internetderdinge
Google ist heute. Das Internet der Dinge ist morgen. „Connecting the virtual world with the physical world.“ Das ist, verkürzt, die Formel für das Internet der Dinge. Die Innovationen die uns bevorstehen kann noch keiner genau datieren, aber was kommen wird, ist das die Zukunft noch viel erwarten lässt. Google ist heute nicht nur eine Suchmaschine, sondern ein Dienstleister, Hoster, Softwareanbieter und Werbegigant.

In Zukunft werden Vernetzungen und Transparenz immer wichtiger und wesentlicher. Das hat viele Vorteile. Wie im SAP-Video gezeigte „Überwachung“ kann bei einem Autovermieter Rückschlüsse über das Verhalten geben und so die Tarife anpassen, wenn sich jemand sorgsam verhält. Das heißt ich feilsche nicht mir auf dem Autohinterhof um den Preis, sondern lade mir die Historie von Fahrzeug auf mein Handy und kann sehen ob es sich wirklich um ein „Renterfahrzeug“ oder einen „Vertrieblerwagen“ handelt. Das ist die Eine Seite. Die andere Seite ist eine Transparenz mit der wir vor neue Herausforderungen gestellt werden Verantwortung zu tragen.
Diese Verantwortung umfasst nicht nur die eigenen hochgeladenen Bilder bei studiVZ oder abgesendete Nachrichten im Netz, sondern auch um den Umgang mit der Umwelt.
Vielleicht müssen wir unsere Krankenversicherung übermorgen schon sagen was wir essen und wie oft wir Sport treiben um einen günstigen Tarif zu bekommen. Alles Andere wäre ja unfair 😉
Beste Grüße,
Mario

IT die treibende Maschine

Grund des Beitrages ist mein Besuch des Knwoledge Circles der Firma Comma Soft.

Unter der Überschrift: „IT drives your business“ (Agenda klick) fanden sich hochkarätige IT-Verantwortliche der Deutschen Post, Continental AG, Stihl AG, Telekom, DEVK, Gothaer, Gerling, Itergo, Solar World sowie Vertreter der Ministerien.

Die Hauptthesen lassen sich wie folgt zusammenfassen

  • die IT ist Dienstleister intern wie extern
  • IT ist kein reine Zwecknutzen, sondern Innovator
  • Richtlinien und Standards sind der Weg zur Konsolidierung
  • Transparenz und Prozesse rücken in den Vordergrund

die IT ist Dienstleister intern wie extern

Die Elfenbeintürme lohnt es sich nicht aufrecht zu erhalten. Der Vertrieb kann ohne IT nicht, der IT kann ohne Vertrieb nicht. Der Vertriebler ist heutzutage mehr als sonst abhängig von aktuellen Zahlen, Zugriffen auf Verträge, Daten über Kunden und im mobilen Einsatz hängt die Produktivität nicht wenig von der Leistungsfähigkeit seines Laptops, Blackberrys und dem Internetzugriff ab. Gäb es keinen Vertriebler, müsste sich niemand um ihn kümmern.

Also sprechen wir hier im klassischen Sinne von einem Team. So sollen sich bitte auch die beiden Mitarbeiter sehen. Der ITler arbeitet im Hintergrund an der Leistungsfähigkeit und der „Star“ schießt die Tore bzw. schließt Verträge ab.

Gute IT zeichnet sich also dadurch aus, dass eigentlich gar keiner merkt, was im Hintergrund passiert. Wie der Außendienstler aufgebaut wurde, welchen Zugriff er hat, welche Zahlen er kennt, wie schnell ein Prozess im Back Office braucht.

In der Denke braucht die Symbiose noch ein wenig länger. Die Zeiten sind schnell und dynamisch. Deswegen ist wichtig, dass auf beiden Seiten mindestens Akzeptanz besteht und das nötige Wissen um die Reaktionszeit senken zu können.

IT ist kein reiner Zwecknutzen, sondern Innovator

Das Management in der IT hat schon erkannt, dass es nicht zum reinen Selbstzweck arbeitet. Kein Bundesligateam spielt zum reinen Klassenerhalt. Das wäre nicht nur eine Ökonömische Nullrunde, sondern würde die Wettbewerbsfähigkeit auf lange Sich nicht erhalten.

Kein Unternehmen der Industrie kommt ohne IT-gestützte Systeme aus die Produktionen überwachen und selbst der kleinste Mittelständler freut sich, wenn er durch einen schlauen Einsatz von Software X Stunden für die Bearbeitung der Ablage spart und sowohl Geld als auch Zeit für andere Dinge nutzen kann.

Die Rolle der IT heißt also nicht nur Verwaltung und den Anforderungen gerecht werden, sondern darüberhinaus sich als Innovator engagieren und das Unternehmen technisch nach vorne bringen. Das ist vergleichbar mit dem Schrauber Team in der Formel Eins. Ein laufender Motor ist gut, reicht aber nicht. Es geht darum die Potentiale des Motor so auszunutzen, dass der Fahrer noch schneller fahren kann und Siege einholt. Eine Teamwertung gibt es bei uns im Unternehmen noch nicht, aber das Bewusstsein würde ja schon reichen…

Mitarbeiter haben ihr Kerngeschäft – da gibt es nichts dran zu rütteln. Aber wir ITler haben die Aufgabe zu zeigen, dass man quasi überall wo Weissfläche ist mit Beamern Präsentationen halten kann, Emails auf dem Handy einen Mehrwert bieten, VPN-Zugriffe über UMTS lästige Nachfragen vermeiden und das Rechnungen automatisch erstellt, per PDF verschickt und im SAP gebucht werden können.

Richtlinien und Standards sind der Weg zur Konsolidierung

Insellösungen, Indivitualisten sind super – fragt sich nur für wen und wie lange. Klar, man(n) braucht sein kretives Feld, den Dickkopf Sachen auf sein Art zu lösen, aber bitte nicht, wenn es um Geschäftskritische Prozesse, Applikationen und Daten geht. Mal ehrlich, wer spart sich nicht gerne den halben Eintritt, weil man als Gruppe in Museum geht, statt allein. In der Summe sind mindesten die gleiche Menge Menschen im Museum – klar?

Es geht eigentich hier auch nur darum schneller zu werden. Hey, wir wollen dir helfen wenn dein Laptop kaputt ist, aber wenn du aus dem Dienstlaptop die Private Web 2.0 Testmaschine mit eigenen ESX Serverinstalltionen gemacht hast und von uns eine Stunde Service und Reaktionszeit erwartest, dann wunder dich nicht. Für sowas bitte 2, 3 und Vierrechner aufbauen – kostet doch nix mehr.

Richtlinien helfen Dinge schneller zu regeln, Entscheidungen vorran zu bringen und die Gefahr einzugrenzen.  Es geht nicht darrum Freiheit zu beschränken, sondern im großen Ganzen den Laden effizient am Laufen zu halten. Der Standard leistet dazu seinen Beitrag. Gibt es einen Standard, gibt es weniger Fragen. Gibt es weniger Fragen, haben wir schneller Antworten. Für kreative Projekte, Anforderung stellen für Sonder PCs die autark arbeiten und sich Vogelfrei bewegen.

Entschlüsse für Standards schaffen Vorteile für Beschaffungen weil die Quantität steigert ohne das zwingend die Qualität darunter leiden muss. Essen alle das gleiche, wird das Menü billiger. Privat darf sich jeder natürlich das kochen was er mag. Es ist ja nicht so, dass die IT-Organisation keine Kochkurse anbietet.

Transparenz und Prozesse rücken in den Vordergrund

Wie normal sind wir eigentlich? Ist langsam wirklich langsam (im Verlgeich)? Wenn wir rot sagen, meinen wir auch rot und versteht der andere auch rot?

Transparenz und Prozesse sind der Inbegriff für SOA – die Sau die durch jedes Unternehmesdorf läuft.

Was für einen Ablauf wichtig ist z.B. ein Fax mit  Bezug auf ein Angebot wird automatisch als Bestellung per Email verschickt. Das ist im B2B ganz normal. Aber der Weg ist ähnlich komplex wie ein die Logik die sich hinter den Knöpfen Kaffeevollautomaten versteckt. Diese Blackbox schafft auch viele Produkte. Kaffee, Suppe, Kakao – will jeder wissen, wie das funktioniert. Nein, ist ja auch nicht die Pflicht. Unterm Strich muss der Kaffee schmecken.

Das o.g. Beispiel (nicht der Kaffee) berührt folgende Systeme: Telefonanlagen Server der den Fax Dienst bereitstellt, SAPsystem – hier liegt der Betriebswirtschaftliche Prozess (Zahlen, Daten Anschriften), ein Archiv (hier ist das Angebot gesichert), ein Emailsystem (emuliert digital ein Fax, stellt den Versand sicher) und mindestens die ganze Kette wieder zurück für ein erfolgreiches Reporting. Sind 10 Millisekunden jetzt viel oder wenig?

Im Vergleich: Angebot in der Orderablage suchen, Original kopieren und zurückheften, im Adressbuch die Lieferantennummer suchen, auf einen Zettel schreiben, zum Fax (1) gehen – leider belegt, in den Keller zum Fax (2), ach die Kollegin hat Kaffee, Fax einlegen, schicken, auf den Bericht warten, Mist Fax war falschherum eingelegt, Nummer noch einmal richtig eingeben, auf die Bestätigung warten, Tasse leeren, zurückl aus dem Keller ins Obergeschoss. 10 Millisekunden?

Bei einem Service ist es wichtig die Besitzer zu definieren und ganz klar zu klären wer wo für welche Angelenheit verantwortlich ist. Das Ziel ist es nicht Leute bloß zu stellen, sondern effizient arbeiten zu können (wollen). Eine SOA Architektur ist wie ein Amt wo jeder genau weiß, wer für was verantwortlich ist und wo ich als Bürger genau zu dem Kollegen durchgestellt wird, der meine Frage beantworten kann.
Am Ende gehen die Leute sogar gerne zum Amt 🙂

Traum? Noch, aber die IT ist wach-sam.. Übrigens Ajax ist kein Waschmittel.

*innovate on – Mario