Leben heißt wählen – Besuch auf Hof Bollheim (Zülpich)

Das Gute ist oft so nah. Zülpich erreiche ich ohne Probleme mit dem Rad. Dort gewesen bin ich noch nie, aber meine Freundin hat gut und gerne dort eingekauft. Das wollte ich mir auch selbst anschauen, statt immer über die hohen Kassenbons zu grübeln 😉 Weiterlesen

Oldtimer, da geht mir das Herz auf.

Aber wo fängt man an wenn man sich einmal verliebt hat? Die Preise schießen in die Höhe, was ist besser. Ein solider deutscher, ein klassicher Engländer oder doch ein rassiger Italiener?

Die Geschichte der Automobilkultur wird in diesem ZDF Beitrag (Klick aufs Bild) in aller Kürze zusammengefasst.

;

Die Tendenz sagt zwar, dass unsere Generation das Auto nicht als Statussymbol sieht (kann ich bestätigen), aber dennoch möchten viele an dem Kult(ur)gut Auto teilhaben.

Aber wo beginnt man beim Kauf? Der Onlinemarkt bei Mobile.de ist das Sammelbecken, dass alle Genres zusammenfasst. Meiner Meinung nach aber nur ein Ausschnitt. Der Oldtimerkauf ist mit einem „normalen“ Autokauf nur bedingt vergleichbar. Hier ein Einstiegsversuch…

Der Verkäufermarkt lässt sich in verschieden Sparten einteilen, zwei möchte ich hier nennen.

Da gibt es die deutschen Expertengaragen

Diese kenne ich:

Alltagsklassiker (Bonn) / www.alltagsklassiker.de

Ein solides Angebot „zweckmäßiger“ Autos. Jan hat den Anspruch Autos zu verkaufen, die gefahren und nicht gestellt werden. Ein Auto bleibt, auch wenn es alt ist, ein Nutzfahrzeug. Ein gut sortiertes Portfolio beim bodenständigen Verkäufer.

;

DLS Automobile / http://dls-automobile.de

;

;

„Harry“ Ütsch kenne ich persönlich leider nicht. Aber er scheint ein ganz charmanter Autonarr (positiv gemeint) zu sein. Es gibt bei „ihm“ nicht nur Oldtimer, aber auch. Das Besondere an dem Angebot ist, dass das Team von DLS Automobile das „Internet verstanden“ hat. Die Bilder sind ansprechend, hochwertig und die Geschichten zu den Autos laden zum Lesen ein. Auch wenn man nicht bei Ihm kauft, so ein Tipp von mir, kann man sich hier Fachwissen anlesen.

;

Garage 11 (Hamburg) / http://www.garage-11.de/

;

;

Die Garage 11 habe ich über Facebook gefunden. Das Angebot entspricht nicht 100% meinem Geschmack, aber wer auch mal mit Amerikanern oder anderen Exoten liebäugelt, der ist hier richtig. Exoten die nicht alltäglich sind, bestücken die Garage. Immer ein Blick wert.

;

Neben den Expertengaragen gibt es auch die „Import-/Exportliga“.

Die „Import-/Exportliga“ liegen meißt in Hafennähe. Bei uns am nächsten ist der Blick nach Holland. Ein Auto zu importieren ist heute so einfach wie eine Flugbuchung nach Übersee. Der Passagier ist halt nur aus Blech, steuert Häfen an und will verzollt werden. Die Behörden und Anbieter haben meißt Erfahrung mit der Verschiffung.

Das Angebot ist groß, die Autos sind in allen (wirklich allen) Zustandsnoten erhältlich. Eine Risikopauschale sollte bei jedem Kauf mit eingeplant werden. Insbesondere wenn das Auto nur augenscheinlich oder via Video in Betracht genommen werden kann.

Was sich durchgesetzt hat, ist Googlealben als Verkaufsplattform. Funktional und einfach.

E&R Classics / http://www.erclassics.com/

Ja, ok sorry. E&R pflegt sein Google Picasa Album nicht mehr. Aber die Webseite im 90er Jahre Design hat bestand. Ohne es zu wissen, würde ich sagen, dass hier gerne gehandelt werden darf. Alle Zustandsnoten, Projektautos, aber auch Exoten wie Simca und co finden sich im Portfolio.

;

Merit Cars / Picasa

;

;

Hier ist das ungute Bauchgefühl präsent. Aber als ich mich umgeschaut habe, wurden diese von mir angeschrieben. Antworten erfolgten prompt. Nicht ganz ausführlich, aber „funktional“. Insbesondere Exporterfahrung nach Deutschland ist für knapp 1000 € vorhanden. Kauft man die Katze im Sack? Gute Frage 😉

;

Die Autosuche ist also nicht ganz einfach. Wer viel Geld bezahlt, kann sich auch Agenten leisten oder direkt von namhaften Tunern wie Kremer kaufen. Ein wirliches Schnäppchen wird zunehmend schwerer zu ergattern.

Immer wieder interessant ist die Seite http://bringatrailer.com/. Der Titel erklärt den Inhalt fast von alleine. Die Jungens halten die Augen nach Schnäppchen und Exoten offen. Wieviel Leser die Seite hat (wegen der Erfolgschancen beim Kauf) kann ich nicht sagen.

Was immer noch sehr gut funktioniert, aber leider auch „Probierpreise“ sind – Anonncen in den klassichen Automagazinen durchforsten. Auf der Messe, wie der Techno Classica, war ich auch von den Preishöhen irritiert. Aber der Preis ist für viele Mitschwimmer in dem Oldtimergewässern nicht „das“ Argument. 😉

Der klassiche Scheunenfund ist mir noch nicht direkt untergekommen, auch wenn in meiner elterlichen Region die Scheunendichte hoch ist. Vielleicht ist es auch nur eine Ebayerfindung. Aber wer in einer Scheuen einen 911, eine XT 500 oder einen E-Type findet – schreib mir eine Email, ich bin sofort da.

Beste Grüße,

Mario

;

;

Ich (herz) Amsterdam

Das gibt es auch mal. Datenbankcrash lustig!. Brav und artig wie ich bin habe ich natürlich ein Backup gemacht, aber die Bilder möchte ich Euch nicht vorenthalten.

Also von Köln nach Amsterdam sind es 280km. Los jetzt!

Meine Amsterdamtipps und Gründe für einen Kurztripp:

(1) Mode

Impressionen, Impulse, konservativ, chic, trendy – diese Stadt vereint alles und das ganz unproblematisch. Mode aus Amsterdam kannst du auch in Deutschland haben – aber halt ein Jahr später.

mode1

(2) Flair

Durch die Stadt flanieren und auf eimal spielt vor dem Plattenladen eine Band. Das ist Metropolenleben. Nirgends vorher habe ich so viele und gute Straßenmusiker gesehen und gehört…

musiker1

innenstadtkonzert1

(3) Come as you are

Ist nicht nur der Titel eines Nirvana-krachers, sondern die Einstellung für diese Stadt. Rock n´Roll Espresso trifft es ganz gut.

rocknroll_espresso1

(3) Tradition & Prostitution

Holzschuhe, küssende Kinder auf dem Deich, blau-weißes Porzellan… Es ist zwar nicht Dolce Vita, aber holländischer Käse und Tulpen. Im Kontrast dazu das Red Light Disrtict. Leichte Damen und große Zigaretten.

klocks1

(3) Antikes, Märkte und Design

Amsterdam ist zwar kein Mekka, aber die Holländer sind Jäger und Sammler. Ob Oldtimer, Möbel – die Kässköpp wissen altes zu bewahren. Märkte gibt es jeden Tag. Unterschiedlicher Qualität – am besten jemand vor Ort fragen.

ketten1

postkarten1

(4) Flanieren

Fast Nirgends ist es schöner (und voller) als in den kleinen Cafe´s in Amsterdam. Kaum ist die Sonne draußen, schon werden die Plätze rar. Style: Sonnenbrille + Martini.

replay_cafe1

Replay Café

www.replaycafe.nl

Singel 461
1012 WP Amsterdam, Netherlands
+31 20 4228890

leute1

museum1

(5) Essen

Sie frittieren, sie braten und sie haben frischen Fisch. Ab ins Restaurant in Hafennäfe. Z.B. ins

Cafe de Jaren

www.cafedejaren.nl

Nieuwe Doelenstraat 20
1012 CP Amsterdam, Netherlands
+31 20 6255771

brote1

Insidertipp! (besonders die Samuraisoße)

Vleminckx sausmeesters amsterdam

Address: Voetboogstraat 31, just off the Spui

fritten1

(6) Blumen und Fahrräder

Die Bewegung macht gute Laune und die Blumen tun ihr übriges. Die Stadt durchforscht man mit dem Rad sehr zügig und auf dem Rückweg unbedingt Blumen mitbringen. Fahrradverleihe gibt es an jeder Ecke. Ca. 9-12 € am Tag.

blumen1

blumenfrau1

(7) Boheme

Beides ist möglich. Fritten für fünf Euro oder Vorspeisen in der Kategorie Michelin-Stern ab 17 €. Hier gibt es Adel, Paläste, Designerläden. Wer gut situiert ist, der wird hier in Amsterdam gut bedient.

essen_preise1

(8) Streetculture

Das Leben findet auf der Straße statt. Auf den Märkten gibt es stylische Shirts und in den Fußgägnerzonen die passenden Menschen dazu. Mit meinem Oldtimer durfte bin ich nicht gekommen, die Stadt hat schon einen Ruf. Nicht jedem würde ich trauen, aber alle zum Bier einladen.

kultur1

spraydosen1

(9) Schlafen

Bring Geld mit oder ein Zelt. Da die Campingplätze in Amsterdam sehr rar sind, lohnt sich ein Besuch bei www.hostelworld.com. Erwarte kein Schnäppchen und glaube nicht, dass 5 Sterne = 5 Sterne sind. Bei uns im

Winston Kingdom

www.winston.nl

Warmoesstraat 131
1012 JB Amsterdam, Netherlands
+31 20 6231380

würde Rock n´Roll versprochen und den haben wir bekommen. Ein Concept-Hotel mit tattowiertetem Barkeeperrockbandbassistenrezeptionisten und das noch mitten im Rotlichtmileu. Was will man(n) mehr?

Das Frühstück ist ordentlich, die Zimmer in die Jahre gekommen, aber Designerstücke. Ein Kunstwerk!

bar1

hotel1

(10) Kanäle statt Parkplätze

Parken ist sauteuer. Am besten mit der Bahn anreißen. Wer früh genug bucht oder Glück hat kommt mit dem ICE für 19 € nach Amsterdam. Ein kleiner Infoguide für Autofahrer. Die Stunde schlägt mit 5,50 € zu buche, aber dafür gibt es „günstige“ Tagestafrife in den Parkhäusern. Günstig sind sie aber nur im Verhältniss. 45 – 75 €.

Der Königsweg: Park und Ride. http://www.amsterdam.info/parking/park-ride/ Dafür macht sich die Stadt selber stark. Viel Platz ist im Kanaldurchzogenem Zentrum nicht und dieser soll nicht unnötig durch Autos verringert werden.

bruecke1parken1

*Beste Grüße,

Mario