Blackberry macht sich sexy.

Lauf um dein Leben. Blackberry. Aus einem Curve wird ein Bold.

 

Die Meldungen von/mit/über RIM überschlagen sich derzeit. Eins ist selbst dem Laien klar. Das Iphone hat wirklich alles geändert un außer Android keinen Smartphone Gegenspieler auf Augenhöhe. Natürlich kann das in ein paar Jahren wieder komplett anders aussehen. Aber eine Momentaufnahme…

Schminken

Ob mit dem Playbook, das Tablet aus dem Hause RIM oder dem Minibeamer, Geräten für jede Preisklasse mit oder ohne Touch – Blackberry versucht krampfhaft jedes Segment zu bedienen. Im Juli war zu hören die Amerikaner möchten sich von 20% der Belegschaft verabschieden – sowas freut Aktionäre immer sehr. Auf der Anderen Seite produziert der Hersteller sehr viel Neuigkeiten. Neue Endgeräte nach dem Anderen, neues Betriebssystem und mehr und mehr Features.

Was kann Blackberry

Meinen Einstieg habe ich nach der Ära der goldenen und blauen Geräte gefunden. Das 8800 war die Emailmaschine. Ungeschlagen und unvergleichbar. Die Touchversionen haben nie für positives Aufsehen gesorgt, aber die die Tastatur passt zur Email wie Tinte zum Füller.

Eigene Sendestationen auf der Welt brachten Kritik von Datenschützern ein, aber die Emails schneller als jedes Andere Device zum Empfänger. Das ließ sich gut verkaufen. Lizenzen gab es anfangs für Centbeträge und wurden zunehmend teuer. Privatanbieter zahlten gerne für den zusätzlichen Emailkomfort.  Die Referenzen waren Top. Der amerikansiche und englische Militär vertrauten Blackberry und die Policies können jedes Bit und Byte auf dem Gerät steuern und verbieten. Der Blackberrymessenger ist ein massives Tool, aber nur für Schwarzträger.

Ich kennen kaum ein Gerät wo die Datensicherung, Gerätewechsel und Kommunikation mit Serversystemen so gut funktioniert wie bei Blackberry. Beruflich bin ich mit der Betreuung von Blackberries vertraut. Es funktioniert einfach einmalig.

Was war

Aber der Blackberry ist 90er. Email ist kein Feature mehr, sondern Standard. Wer gewinnen möchte, muss den Firmen und Kunden kein solides (vielleicht langweiliges) Gerät verkaufen sondern vielmehr ein Spielzeug. Natürlich inkl. produktivity features 😉

Was ist

Es wird eine App World aus dem Boden gestampft, soziale Dienste (sehr gut) in das Gerät integriert und heute halte ich die letzte Generation vom Bold in der Hand das wirklich alles kann. Angefangen von einer 5 MPx Kamera bis hin zur mobilen Navigation… Aber die Leistung reicht nicht. Im direkten Vergleich zum Iphone sind die Apps nicht sexy genug. Anwendungen werden nachgebaut aber nicht auf dem Blackberry erfunden. RIM ist kein Innovationstreiber mehr. Auch Fimrenentkaufentscheidungen werden im privaten Umfeld getroffen. Besuchen Sie mal einen Medienkongress und mailen mit dem Blackberry- wie, kein iPhone? Ein Smarthone ist ein Statussymbol und RIM hat keinen USP mehr.

Was wird

RIM tut alles für eine gutes Image, hat gute, aber nicht die besten Geräte auf dem Markt. Hier macht sich jemand sehr sexy um gekauft zu werden. Das Potential sinkt, aber die Basis an Verträgen sollte ein Verkaufsargument sein. Wenn das alleine nicht reicht – ein paar Patente sind noch im Gepäck. Einer wird es wagen und sich Blackberry einverleiben.

RIM ich drück euch die Daumen.

Beste Grüße,

Mario

 

Ein Gedanke zu „Blackberry macht sich sexy.

  1. RIM stammt von dem Völkchen, das sich vehement dagegen wert als Amerikaner bezeichnet zu werden und statt majestätischem Adler den fleißigen Biber als Wappentier hat!

    Dem ‚Was wird!‘ möchte ich dann vehement widersprechen ; ) Zwar galt RIM in den letzten Wochen oft als Übernahmekandidat – den gut gefüllten Kassen mancher Bewerber sei dank – dennoch wären im Moment wohl ’nur‘ die Patente interessant. Wer sich dann hübsch machen will für eine Übernahme konzentriert sich auf das Kerngeschäft und schießt alles übrige Tablets, Handy mit Beamer etc. aus strategischen Gründen gen himmellischen Frieden. Außerdem darf man nie vergessen dass ein gut gestreutes und platziertes Übernahmegerücht schon immer den Aktienkurs ein wenig gestützt hat – vor allem in Krisenzeiten.

    Schönes WE!

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