Triathlon – der etwas andere Sonntag.

CTBR0498

„Der Sport ist ein sehr vernünftiger Versuch des modernen Zivilisationsmenschen, sich Strapazen künstlich zu verschaffen.”
Peter Bamm (1897-1975), eigtl. Curt Emmrich, dt. Arzt u. Schriftsteller

Wenn man sonntags mal frei hat, öfters mal ein Triathlon machen.
Es war auch mein erster Sprung ins kalte Wasser. Devise – dabei sein, Erfahrungen sammeln und ankommen. Wir nehmen die halbe Ironmandistanz (2,5 km Schwimmen, 90 km Radfahren, 20 km Laufen) und viel Mut, weniger Vernunft.

Vorbereitung
Anmelden ist das Erste. Früh genug, ich habe es im Februar getan. Kein gutes Training ohne Ziel. Da ich Mountainbiker war, habe ich mir im Juni noch ein Rennrad gekauft. Ab Mai habe ich auf allen meinen täglichen Strecken das Fahrrad gegen das Auto eingetauscht. Für mich hat es sich gelohnt die Heimwege als Trainingsstrecken zu nutzen. 20 km nach Hause laufen klingt hart, ist aber machbar.

Schwimmen
Es würde mein Defizit sein, das wusste ich. Mit meiner Bermuda stand ich erstmal alleine da. Wettkampfschwimmerfahrung Nummer eins. Trag so ein komisches enganliegendes Hösschen, besser Body. Also noch schnell die Kredikarte gezückt und ein Wasserstrampler gekauft. Beim Triathlon starteten 90% in Neopren. Das hat imense Schwimmvorteile. Punkt Nummer zwei. Brustschwimmen ist Out. Ich konnte auf den Tipp „Pass auf, die hauen dir auf den Kopf“ getrost verzichten – ich war der Letzte der das Wasser verlassen hat und das mit über 40 Minuten Unterschied zum Ersten. Der Nachteil. Wer Schwimmen nicht trainiert, ist zuallererst auf die Kollegen von DLRG angewiesen. Meine Krämpfe haben mich in einfach nicht stehen lassen. Der Vorteil. Mein Fahrrad in der Wechselstation war sehr einfach zu finden. Es war das Letzte.

Radeln
Super! Nach anfänglichen Schwimm-Krampf-bekämpfung konnte ich richtig Fahrt aufnehmen. Die Kölner Strecke ist super. Sie läuft raus bis nach Worringen und mehrmals durch die Innenstadt. Zuschauer sind überhaupt das Allerbeste. Für mich als MTBler sind Strecken ohne Berge und Gelände nicht gerade spannend, aber hier wird der Ausdauer einiges abverlangt.

Laufen
Runter vom Rad, in die Letzte Wechselstation und schön entspannt an den Pollerwiesen in zwei 10km Runden zum Ziel. Die Laufstrecke macht Spaß und eine tolle Erfahurng ist das Aufeinandertreffen aller Athleten (Ironmänner). Je länger die Distanzen, desto größer ist das „Wir-Gefühl“. Gegenseitig lächelt man sich zum Ziel. Wer noch beim Laufen dabei war, der hatte den Respekt schon verdient.

Und jetzt?
Ironman? Sag niemals nie. Aber ein Eisenkampf zu gewinne bedarf eine ganzjahrige Trainingsausrichung auf den Wettkampf. Ich bin Spaßsportler. Eine Zeitverbesserung strebe ich schon an, aber noch mehr freue ich mich auf die folgenden Termine: Radrebellentour, Strongmanrun. Nach dem Wettkampf habe ich erstmal eine Woche geruht. Der Körper arbeitet noch. Ich hatte die ganze Woche Hunger – ohne Belastung. Am Tag neun nach dem Wettkampf ist wieder alles wie vorher.



achja…

Risiken [Bearbeiten]

Wie eine Studie von 2009 zeigt, ist das Risiko eines Herzstillstandes für Anfänger beim Triathlon doppelt so hoch wie beim Marathon. Es wurden die Daten von 922.810 Personen in der Zeit von 2006 bis 2008 untersucht.[6] Hauptgründe liegen in der ungewohnten Belastung beim Schwimmen. Das vornehmlich kalte Wasser und der Wettkampfstress sorgen dabei bei untrainierten Wettkampfteilnehmern für Umstände, die die Verkrampfung des Herzens fördern. Auf ein Akklimatisieren vor dem Start im Wasser sollte daher schon nicht nur seitens der Veranstalter im Vorfeld hingewiesen werden. Bedenkt man, dass in Deutschland ca. 30.000 Triathleten einen Wettkampfpass haben, aber 300.000 Menschen jährlich an Triathlons teilnehmen, so sieht man welche Diskrepanz zwischen trainierten und untrainierten Sportlern bestehen kann. Bevor man an einem Triathlon teilnimmt, sollte man wenigstens ein Minimum an Training absolviert haben [7]. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Triathlon)

KSTA

WDR
http://www.wdr.de/tv/sport_aktuell/videos/flashplayer.jsp?mid=81052

Mehr Infos:

http://www.koelntriathlon.de/


Beste Grüße,
Mario

Kommentar verfassen